Checkliste Todesfall: das ist zu tun - GEDENKEN SCHENKEN

Checkliste Todesfall: das ist zu tun

zurüDer Verlust eines geliebten Menschen ist eine tiefgreifende Erfahrung, die neben emotionalen Herausforderungen auch zahlreiche organisatorische Aufgaben mit sich bringt. Um in dieser schwierigen Zeit den Überblick zu behalten, haben wir die wichtigsten Dinge für dich kurz zusammengefasst: 

 

📖 Inhalt 

  1. Kurzübersicht: Das ist zu tun
  2. Was ist sofort nach dem Todesfall zu erledigen?
  3. Wofür hast du ein paar Tage nach dem Todesfall Zeit?
  4. Woran solltest du nach einem Todesfall alles denken? 

 

1. Kurzübersicht: Das ist zu tun

  • Nach einem Todesfall solltest du erst einmal einen Arzt informieren, der den Totenschein ausstellt.
  • Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Familie kurz zu informieren.
  • Danach suchst du die wichtigsten Unterlagen der*des Verstorbenen zusammen: Ausweis, Geburts- und Heiratsurkunde, Krankenversicherungskarte, Testament, Ver­si­che­rungen, Konten.
  • Suche dir dann ein Bestattungsunternehmen, bei dem du dich gut aufgehoben fühlst. Ein Vergleich lohnt sich. Sie werden dir genau sagen, was jetzt alles zu tun ist. 


2. Was ist sofort nach dem Todesfall zu erledigen?

Wenn du bemerkst, dass ein geliebter Mensch gestorben ist, versuche trotz der belastenden Situation, Ruhe zu bewahren. Als Erstes solltest du dich kurz hinsetzen, durchatmen und Kraft sammeln. 

  1. Danach solltest du einen Arzt verständigen – idealerweise den Hausarzt der verstorbenen Person. Falls dieser nicht erreichbar ist, erreichst du den medizinischen Notdienst bundesweit unter Tel. 116 117. Der Arzt muss den Tod feststellen und den Totenschein ausstellen. Tritt der Sterbefall in einem Krankenhaus, einem Senioren- oder Pflegeheim ein, kümmert sich das Personal um diesen Schritt. 
  2. Dann ist vermutlich der richtige Zeitpunkt, um die Familie und Zugehörigen zu informieren.
  3. Gibt es eine Bestattungsvorsorge mit definiertem Bestattungshaus? Falls nicht, suchst du dir jetzt ein passendes Bestattungshaus. Ein Vergleich lohnt sich. Achte darauf, wo du dich am besten aufgehoben fühlst. Bestattungshäuser sind übrigens meist rund um die Uhr zu erreichen. 
  4. Anschließend solltest du wichtige Dokumente wie Testament, Versicherungs- und Bankunterlagen sowie Ausweise und Urkunden des Verstorbenen in einem Ordner sammeln.  

Wichtige Unterlagen:

    • Personalausweis oder Reisepass
    • die Geburtsurkunde (bei Ledigen) bzw. das Stamm-/Familienbuch oder die Heiratsurkunde (bei Verheirateten)
    • die Sterbeurkunde des Ehepartners (bei Verwitweten)
    • Krankenversicherungskarte 
    • Rentenunterlagen (Rentenversicherungsnummer, Betriebsrentenversicherungsnummer usw.) 

Falls vorhanden:

    • das Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk und die Heiratsurkunde (bei Geschiedenen)
    • Bestattungsvorsorgevertrag
    • Lebensversicherungspolicen / Sterbegeldversicherung
    • Graburkunde
    • Schwerbehindertenausweis
    • letztwillige Verfügung, falls eine Kremation gewünscht ist

 

3. Wofür hast du ein paar Tage nach dem Todesfall Zeit?

Innerhalb der ersten Woche gilt es, Versicherungen wie Lebens- oder Unfallversicherungen über den Todesfall zu informieren, um mögliche Ansprüche geltend zu machen. Die Beantragung der Sterbeurkunde beim zuständigen Standesamt ist ebenfalls erforderlich. Zudem sollten Renten- und Pflegeversicherungen benachrichtigt und ein Nachlassverzeichnis erstellt werden, um einen Überblick über das Vermögen des Verstorbenen zu erhalten.

 

4. Woran solltest du nach einem Todesfall alles denken? 

Wir wollten dir an dieser Stelle nur einen kurzen Überblick für die ersten Tage geben. Dein  Bestattungshaus wird dich sicherlich an die Hand nehmen und erklären, was noch alles zu tun ist. Ansonsten finden wir die Checkliste von Finanztip  und dem Bundesverband deutscher Bestatter übersichtlich und gut gestaltet. 

 

Wir wünschen dir auf deinem Weg der Trauer viel Kraft und Mut. Sei dir bewusst, dass sich Trauer nicht verdrängen lässt. Früher oder später wirst du durch die Schmerzen hindurchmüssen, damit du wieder im Leben ankommen kannst.

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Häufig gestellte Fragen

Was muss ich sofort nach einem Todesfall tun? Die ersten Schritte

Bewahre zunächst Ruhe und sammle Kraft. Die ersten Schritte nach einem Todesfall sind:

  1. Arzt verständigen - Er stellt den Totenschein aus (bei Hausarzt, Krankenhaus oder Notarzt)
  2. Familie informieren - Engste Angehörige kurz benachrichtigen
  3. Wichtige Unterlagen sammeln:Personalausweis der verstorbenen PersonGeburts- und HeiratsurkundeKrankenversicherungskarteTestament (falls vorhanden)VersicherungsunterlagenKontoinformationen
  4. Bestattungsunternehmen kontaktieren - Sie übernehmen die weitere Organisation

Wichtig: Du musst nicht alles sofort erledigen. Atme durch und hole dir Unterstützung. In dieser schweren Zeit ist es völlig normal, überfordert zu sein.

Welche Fristen muss ich bei einem Todesfall beachten?

Zeitkritische Aufgaben nach einem Todesfall:

Sofort (innerhalb 24-48 Stunden):

  • Totenschein vom Arzt ausstellen lassen
  • Bestattungsunternehmen beauftragen
  • Engste Familie informieren

Innerhalb von 3 Werktagen:

  • Sterbefall beim Standesamt anmelden
  • Sterbeurkunde beantragen (benötigst du für alles Weitere)

Innerhalb einer Woche:

  • Arbeitgeber informieren (falls verstorbene Person berufstätig war)
  • Krankenversicherung und andere Versicherungen benachrichtigen
  • Rente und Pensionen abmelden

Nach der Beerdigung:

  • Erbschein beantragen (falls erforderlich)
  • Konten und Verträge kündigen oder übertragen

Das Bestattungsunternehmen wird dich durch alle Fristen führen - du musst das nicht allein bewältigen.

Wie finde ich das richtige Bestattungsunternehmen?

Ein gutes Bestattungsunternehmen sollte:

  • Einfühlsam und geduldig sein - du stehst unter Schock
  • Transparente Preise haben - keine versteckten Kosten
  • Alle Formalitäten für dich übernehmen
  • Verschiedene Bestattungsarten anbieten (Erd-, Feuer-, Seebestattung)
  • Keine Zeitdruck ausüben bei wichtigen Entscheidungen

Unser Tipp: Lass dich nicht vom ersten Angebot unter Druck setzen. Vergleiche 2-3 Bestatter - die Preise können stark variieren. Seriöse Unternehmen geben dir Zeit zum Überlegen.

Nach der Beerdigung beginnt oft die schwierige Phase der Trauerverarbeitung - wenn alle wieder im Alltag sind. Unsere Gedenkimpulse helfen bei der langfristigen Trauerverarbeitung.

Welche Unterlagen brauche ich für die Bestattung?

Wichtige Dokumente für das Bestattungsunternehmen:

Personenstandsurkunden:

  • Personalausweis oder Reisepass der verstorbenen Person
  • Geburts- oder Abstammungsurkunde
  • Heiratsurkunde (bei Verheirateten)
  • Scheidungsurteil (bei Geschiedenen)
  • Sterbeurkunde des Ehepartners (bei Verwitweten)

Weitere wichtige Unterlagen:

  • Krankenversicherungskarte
  • Testament oder Erbvertrag
  • Versicherungspolicen (besonders Sterbegeld- und Lebensversicherung)
  • Rentenunterlagen
  • Kontovollmachten oder Bankunterlagen

Tipp: Sammle alles in einer Dokumentenmappe - das erleichtert alle weiteren Schritte. Das Bestattungsunternehmen wird dir genau sagen, was sie wann benötigen.

Was kostet eine Bestattung? Womit muss ich rechnen?

Bestattungskosten variieren stark je nach Art und Umfang:

Einfache Bestattung: 3.000-5.000€

  • Einfache Beisetzung
  • Kleine Trauerfeier
  • Grundleistungen des Bestatters

Durchschnittliche Bestattung: 5.000-8.000€

  • Erdbestattung mit Sarg
  • Trauerfeier mit Bewirtung
  • Grabstein und Grabpflege (erste Jahre)

Aufwendige Bestattung: 8.000-15.000€+

  • Edle Särge oder Urnen
  • Große Trauerfeier mit vielen Gästen
  • Aufwendiger Grabstein und Dauergrabpflege

Kostenfallen vermeiden:

  • Vergleiche mehrere Angebote
  • Frage nach Paketpreisen
  • Prüfe, ob Sterbegeld-Versicherung vorhanden ist
  • Lass dir alles schriftlich geben

Wichtig: Du kannst auch nach der Beerdigung noch finanzielle Unterstützung beantragen, falls die Kosten deine Möglichkeiten übersteigen.

Wie gehe ich mit der emotionalen Belastung während der Organisation um?

Hilfreiche Strategien:

  • Hole dir Unterstützung - Familie, Freunde oder professionelle Helfer
  • Teile Aufgaben auf - nicht alles allein machen
  • Nimm dir bewusst Pausen zwischen den Terminen
  • Lass Emotionen zu - auch während der Planung weinen ist okay
  • Dokumentiere wichtige Gespräche - unter Schock vergisst man viel

Nach der Beerdigung beginnt oft die intensivste Trauerphase. Viele Menschen fühlen sich dann erst richtig allein gelassen. Plane auch für diese Zeit Unterstützung.

Unsere 7 Aufgaben der Trauer helfen dir zu verstehen, was nach einem Verlust auf dich zukommt. Die Gedenkimpulse bieten 108 psychologisch fundierte Karten für die Zeit nach der Beerdigung.

Denk daran: Es ist völlig normal, dass du in dieser Zeit nicht funktionierst wie sonst. Sei geduldig mit dir selbst.

Über den Autor

Felix Meindl hat Psychologie studiert und ist Gründer von GEDENKEN SCHENKEN. Er verbindet Trauerwissen aus der Psychologie mit konkreten Impulsen für den Alltag – für Trauernde und alle, die sie unterstützen möchten.