Wieso wirft mich meine Trauer so aus der Bahn?

Wieso wirft mich meine Trauer so aus der Bahn?

Beim Tod eines geliebten Menschen wirst du mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die permanenten Stress bei dir auslösen und dich ungefragt in deine Lern- oder Panikzone versetzen. Hinzu kommt, dass sich ein Großteil deiner Komfortzone aufgelöst hat, und du dich nirgends zurückziehen oder auftanken kannst, weil du immer und überall mit deinem Verlust konfrontiert wirst.

 

Normalerweise befindest du dich im Alltag größtenteils in deiner Komfortzone. Du kennst dich aus, weißt, was in unterschiedlichen Situationen auf dich zukommt und kannst dein Verhalten bewusst steuern.

Wenn etwas Unerwartetes passiert, wirst du je nach Intensität des Ereignisses in die Lern- oder in die Panikzone gedrängt. Die Lernzone steht für Herausforderungen, Risiko, aber auch für Neugierde und Abenteuer. In der Panikzone fühlst du dich überfordert, wirst von emotionalen Reaktionen überrollt, erlebst Kontrollverlust oder Lähmung. Hier geht es ums Durchhalten und Überleben.

Halte einen Moment inne und frage dich: In welcher der beschriebenen Zonen befinde ich mich gerade?

Es wichtig, immer wieder zu reflektieren, in welcher der drei Zonen du dich befindest, um Verständnis und Geduld für dich selbst zu entwickeln.

Vermutlich sehnst du dich nach deiner Komfortzone, nach Sicherheit und Souveränität im Umgang mit deinen Reaktionen und Emotionen.

Um in deine Komfortzone zurückzufinden, gilt es im ersten Schritt, Wege aus der Panikzone zurück in die Lernzone zu definieren: Gibt es Orte, Menschen, Sportarten, Musik oder Alltagsrituale, die dir ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln?

Nur in der Lernzone kann Wachstum und Entwicklung stattfinden. Wir geben dir konkrete Anregungen, Werkzeuge und Strategien zur persönlichen Entwicklung entlang deines Trauerweges an die Hand, weil deine Situation kompromisslos erfordert, dass du über dich hinauswächst!

Im Laufe der Zeit wird es dir nach und nach gelingen, mit deiner Trauer leben zu lernen. So kannst du die Grenzen deiner Zonen Schritt für Schritt nach außen verschieben: was heute noch in deiner Lernzone liegt, kann morgen zur Komfortzone werden. Was jetzt zur Panikzone zählt, wird durch Reflektieren, Ausprobieren und Üben zur neuen Lernzone werden.

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Häufig gestellte Fragen

Warum fühle ich mich in der Trauer so völlig überfordert?

Trauer katapultiert dich ungefragt aus deiner Komfortzone direkt in die Lern- oder Panikzone. Der Tod eines geliebten Menschen löst permanenten Stress aus und konfrontiert dich mit einer Reihe von Herausforderungen, für die du keine bewährten Bewältigungsstrategien hast.

Ein großer Teil deiner gewohnten Komfortzone hat sich aufgelöst - du findest nirgends Ruhe, weil du überall mit deinem Verlust konfrontiert wirst. Das ist ein normaler Teil der Trauerbewältigung. Mehr über die Komplexität der Trauer erfährst du in unserem Artikel über Sekundärverluste.

Was bedeuten Komfortzone, Lernzone und Panikzone in der Trauer?

Die Komfortzone ist dein gewohnter Bereich, in dem du dich auskennst und dein Verhalten bewusst steuern kannst. Die Lernzone steht für Herausforderungen, Risiko, aber auch Neugierde und Wachstum. In der Panikzone fühlst du dich überfordert, erlebst Kontrollverlust oder Lähmung - hier geht es ums Durchhalten und Überleben. Trauer wirft dich meist direkt in die Panikzone, weil der Verlust so überwältigend ist. Das erklärt, warum sich Trauerverarbeitung so anstrengend anfühlt.

In welcher Zone befinde ich mich gerade und warum ist das wichtig?

Reflektiere regelmäßig, in welcher Zone du dich befindest - das hilft dir, Verständnis und Geduld für dich selbst zu entwickeln. Wenn du in der Panikzone bist, ist Überleben das Ziel. In der Lernzone kann Wachstum stattfinden. Die Komfortzone bietet Sicherheit und Erholung. Diese Selbstreflexion ist ein wichtiger Teil der Trauerbewältigung. Praktische Unterstützung dabei bieten unsere Gedenkimpulse, die dir helfen, deine aktuelle Situation einzuschätzen.

Wie komme ich aus der Panikzone zurück in die Lernzone?

Definiere bewusst Wege aus der Panikzone zurück in die Lernzone: Gibt es Orte, Menschen, Sportarten, Musik oder Alltagsrituale, die dir ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln? Diese Anker der Sicherheit helfen dir, dich zu stabilisieren. Nur in der Lernzone kann Wachstum und Trauerverarbeitung stattfinden. K

Konkrete Strategien findest du in unserem Gedenkimpulsen.

Kann ich meine Komfortzone nach einem Verlust wieder aufbauen?

Ja, aber sie wird anders aussehen als vorher. Im Laufe der Zeit wirst du lernen, mit deiner Trauer zu leben. Durch Reflexion, Ausprobieren und Üben kannst du die Grenzen deiner Zonen schrittweise nach außen verschieben. Was heute in deiner Lernzone liegt, kann morgen zur neuen Komfortzone werden. Was jetzt zur Panikzone zählt, wird zur neuen Lernzone. Dieser Prozess der Trauerbewältigung braucht Zeit und Geduld. Die 7 Aufgaben der Trauer bieten einen strukturierten Rahmen für diesen Prozess.

Ist es normal, dass ich mich manchmal völlig hilflos fühle?

Ja, Hilflosigkeit ist ein normaler Bestandteil der Trauer. Du befindest dich in der Panikzone, wo Kontrollverlust und Überforderung typisch sind. Diese Gefühle zeigen nicht, dass du schwach bist, sondern dass du mit einer extremen Lebenssituation konfrontiert bist.

Trauer ist irrational und lässt sich nicht mit dem Verstand kontrollieren, wie unser Artikel Trauer ist irrational erklärt. Sei geduldig mit dir selbst.

Warum fühlt sich alles so anstrengend an, auch einfache Alltagsaufgaben?

Permanenter Stress durch die Trauer kostet enorm viel Energie. Dein Nervensystem ist ständig aktiviert, weil du dich nicht in deiner gewohnten Komfortzone befindest. Selbst einfache Aufgaben werden zu Herausforderungen, weil deine mentalen und emotionalen Ressourcen bereits durch die Trauerbewältigung beansprucht sind.

Das ist völlig normal.

Reduziere deine Erwartungen an dich selbst und konzentriere dich auf das Wesentliche. Praktische Alltagshilfen findest du in unserem Artikel Trauernden helfen ohne zu über....

Über den Autor

Felix Meindl hat Psychologie studiert und ist Gründer von GEDENKEN SCHENKEN. Er verbindet Trauerwissen aus der Psychologie mit konkreten Impulsen für den Alltag – für Trauernde und alle, die sie unterstützen möchten.